Talampaya & Ischigualasto

Beide Parks, der Nationalpark Talampaya wie auch das Naturreservat Ischigualasto, wurden im Jahre 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt – und das zu recht!

Talampaya bedeutet in der Quechua-Sprache „trockenes Tal des Tala“. Wind und Wetter schufen in Jahrmillionen eine faszinierende Landschaft: Canyons, die bis zu 170 m fast senkrecht abfallen, phantastische Sandsteinformationen, die Menschen, Tieren oder Gebäuden gleichen, wie z. B. die Ciudad Perdida. Felszeichnungen präkolumbischer Kulturen belegen, dass das Tal lange Zeit bewohnt war. Diese großartige Landschaft setzt sich in der südlichen Provinz San Juan fort. Im Parque Provincial Ischigualasto, auch Valle de la Luna (Mondtal) genannt, wurden in einem riesigen urgeschichtlichen Seeareal die mit 190 bis 230 Mio. Jahren ältesten Saurierskelette der Welt gefunden. Zudem existieren viele von der Erosion geschaffene skulpturartige, kuriose Gesteinsformationen, die oft an bekannte Objekte erinnern, wie das U-Boot, die Bocciabahn, der Pilz und die 1989 eingestürzte Wunderlampe Aladins, die bis dahin das Wahrzeichen des Parks war. 

Anders als im Nationalpark Talampaya, wo man, wie in Jurassic Park, mit einem Expeditionsfahrzeug durch die Canyons gefahren wird, kann man das Reservat Ischigualasto auch mit dem eigenen Auto erkunden, aber nicht alleine, nur mit Führer. Wir fuhren also im Konvoi von 3 PKWs und einem Wohnmobil die rund 40 Kilometer lange Rundstrecke durch das Naturreservat – sehr speziell, uns hat das prima gefallen.

Da wir uns in einem Wüstental befanden, war es einfach nur heiß in den 2 Tagen dort. 30-40 Grad tagsüber mit einem Topwert von 43 Grad sind hier dennoch aufgrund der trockenen Hitze auszuhalten …  

Mittlerweile sind wir kurz vor der chilenischen Grenze in Las Flores, einem kleinen verschlafenen aber hübsch aufgeputzten Örtchen. Hier führt die Route Nacional 150 (RN 150) auf einer 96 Kilometer langen spektakulären Strecke über den 4.780 m hohen Paso de Agua Negra nach Chile … morgen auch für uns. Folgt uns auf dieser – im wahrsten Sinne des Wortes – Grenzerfahrung für Mensch und Maschine!

Weitere Fotos findet ihr wie auch alle Fotos der vergangenen Wochen auf Polarsteps!

Achtung – neue Videos!

Colonia del Sacramento

Die UNESCO Weltkulturerbestadt hat eine bewegte Geschichte hinter sich und ist sicher eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten Uruguays.

In dieser wunderschönen Kolonialstadt haben wir Natalies Geburtstag gefeiert, lecker gegessen, sind durch die ruhigen mittelalterlichen Gassen geschlendert und dafür gesorgt, daß dieser Tag für meinen Schatz unvergesslich wird … das ist mir hoffentlich gelungen 😊❤️.

Eindrücke von Colonia erhaltet ihr im Video … enjoy!

Fahrtage

… sind Tage an denen primär das Kilometermachen im Fokus steht. Südamerika ist nun einmal ein riesiger Kontinent und Entfernungen von A nach B meistens deutlich im drei- oder gar vierstelligen Kilometer-Bereich. Da wir auf der anderen Seite nicht pausenlos hinter dem Steuer sitzen wollen, gilt es, die Strecke bis zu einem bestimmten Hauptziel zu planen und einzuteilen. Dies einerseits hinsichtlich der Orte und Dinge, die man unterwegs sehen und erleben möchte und andererseits hinsichtlich der Optimierung der Strecke mit diesen Wegpunkten bis nach B. Eine nicht optimierte Streckenführung kann nämlich schnell einmal mehrere hundert Fahrkilometer mehr bedeuten.

Und mehrere hundert Kilometer zusätzliche Strecke sind bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 60-70 km/h oder – je nach Region – auch deutlich weniger, viele Stunden zusätzliche Fahrzeit.

Zudem ist zu gewährleisten, daß die gewünschte Streckenführung letztlich auch brauchbare Übernachtungsplätze bietet, welche idealerweise mit den Wegpunkten und Sehenswürdigkeiten im Einklang stehen.

Folglich sind Google Maps und die Navigationstools unsere täglichen Begleiter. 

Für die Suche und Auswahl der Übernachtungsmöglichkeiten ist die App iOverlander unverzichtbar … und nicht nur dafür. Die App ist Community-basiert und Overlander aus aller Welt sorgen für den aktuellen Input zu allen für ein funktionierendes Vanlife essentiellen Fragestellungen. 

Hier eine Übersicht der Kategorien, damit ihr verstehen könnt, warum diese App für alle Selbstreisende in Südamerika ein Segen ist. 

Fahrtage sind zusammengefasst notwendige Tage, um in einem überschaubaren Zeitraum zu entfernteren Zielen zu kommen. Sie sind mit überwiegender Zeit hinter dem Steuer und oft auch hinter einem LKW oder einem anderem langsameren Gefährt verbunden. Volle Konzentration ist dennoch meistens notwendig, da die Straßen sehr oft gesundheitsschädlich für unseren Chop-Chop sind, was häufiges Ausweichen und/oder Abbremsen notwendig macht. All das lässt uns bei einem vollen Fahrtag ohne größere Pausen mittlerweile mit einer maximalen Fahrstrecke von 400-500 Kilometer planen. Am Ende eines solchen Tages bin dann aber auch ich am Ende 😜.

Wie ich bereits anteaserte, Reisen ist nicht nur zuckersüß …

Konkret bedeutet dies, daß es von unserem A (Montevideo) in rund zwei Wochen zu unserem B (Santiago de Chile) gehen muß. Da wir am 4. Februar 2024 von dort vormittags Richtung Osterinsel (Rapa Nui) abheben, wollen wir 2, besser 3 Tage vorher auf unserem Stellplatz ankommen. Unter den beschriebenen Rahmenbedingungen sind rund zwei Wochen für rund 2.700 Kilometer nicht zu üppig bei den von uns vorgesehenen Stops. Die verspätete Ankunft der „Grande Amburgo“ hat uns da nicht in die Karten gespielt …

Konkret bedeuten Fahrtage – wie die letzten 3 Tage – für euch auch weniger Input. Einerseits könnt ihr euch sicher vorstellen, daß ich nach einem langen Fahrtag wenig Lust habe, noch Berichte zu schreiben. Zudem ist an Fahrtagen auch einfach nicht viel zu berichten. Zu guter Letzt stehen wir an solchen Tagen auch oftmals an Orten, wo es schlicht kein Internet gibt.

In dem Sinne werden wir am Wochenende wieder berichten vom Besuch zweier wunderbarer Parks – dem Parque Nacional Talampaya und dem Parque Provincial Ischigualasto. 

Wir hoffen, ihr freut euch darauf und könnt die Pause verkraften!

Hasta luego 🙋‍♂️

Endlich

Ja, endlich hatte am gestrigen Mittwoch, den 17.01.2024 gegen 17 Uhr die Warterei ein Ende und wir konnten mit unserem Chop-Chop die Ausfahrt des Hafens in die gefühlte Freiheit durchschreiten.

Aber der Reihe nach …

Eduardo – unser Hafenagent – sieht nicht nur aus wie Pierce Brosnan, nein, er hat auch seinen Charme, Ganz im Ernst, der Bursche hat die Ruhe weg und findet für jedes Problem eine geschmeidige Lösung. Eine wichtige Fähigkeit, will man ungeduldige Klientel durch die Wirren der Bürokratie und Paragraphenreiterei in ebendiese Freiheit entlassen. Bravo!

Um 13 Uhr durfte ich also bei ihm im Office antanzen und nach und nach kamen eine Menge weiterer Traveller dazu. Manche kannte man bereits aus Hamburg, Buenos Aires oder Montevideo, manche kennt man jetzt. Allesamt nette Burschen und Mädels … ausnahmslos, Der Eine redseliger, die Andere durchgeknallt aber alle mit dem Herzen am rechten Fleck. Das hat mir gefallen!

Letztlich hat Eduardo alles geregelt. Wir durften – um nicht ganz zu Statisten degradiert zu werden – hier und dort Fahrzeugschein und Reisepass vorzeigen und Eduardos Lieblingsdokument – das „Temporary Import Permit“ unterzeichnen. Der gute Eduardo wurde nicht Müde, uns mit Leidenschaft und Dramatugie … also einer schauspielerischen Leistung wie, na? Genau! Pierce Brosnan … nahezubringen, mit welch katastrophalen Konsequenzen wir zu rechnen hätten, wenn wir das Ding verlieren.

Gut, verlieren wir es besser nicht … aber das war mir als gelerntem Speditionskaufmann (Herzliche Grüße an dieser Stelle an meinen damaligen Ausbilder und Mitleser dieser Zeilen – Achim Bernsen 🙋‍♂️) sowieso klar …

Das Ende der Geschichte war ein Happy-End! Ich hatte Chop-Chop unterm Hintern, dazu noch unversehrt und vollständig bestückt mit allem, was wir ihm mitgegeben hatten. In der Tat hatte ich vorab die meisten bedenken vor Vandalismus, Diebstahl und Schäden jeglicher Art. Beispiel? Gut, jeweils eines vom vorderen und hinteren Ende der Scheißeskala 😜. Zwei Mitreisenden war das Glück nämlich nicht so hold. Dem Einen haben sie den Tank leergepumpt, der kam nicht mehr vom Hof. Ist doof aber nicht dramatisch. Bei dem Anderen dagegen schon. Dem haben sie seinen Motor geschrottet. Wenn die Reise so beginnt, ist das echter Mist!

Der Großteil fuhr jedoch ebenso gut gelaunt wie ich vom Hof. Ich gabelte Natalie auf, die Arme hat den ganzen Tag im Hotel mit unseren Sachen gewartet 😘, und glückselig fuhren wir an die Küste, wo wir die erste warme Nacht bei Wellenrauschen in unserem Schätzchen verbrachten … schöööööön …

Heute ging es dann an die Herstellung der Fahr- und Reisebereitschaft unseres Gefährts. Im Kraftstofftank die Luft raus lassen, Wassertank füllen, Gasflaschen voll machen lassen und für den Rest der Woche einkaufen. Dann stand zum Abschluß des heutigen Donnerstags die erste „richtige“ Reiseetappe an: Montevideo – Colonia del Sacramento. Gut, 180 Kilometer sind nicht die Welt aber die Tour de France fängt schließlich auch mit einem Prolog an 😜 …

Achtung – neues Video!

Touchdown

Es ist vollbracht, die Warterei hat ein Ende!

Wir saßen heute live gefühlt den halben Nachmittag an der Hafeneinfahrt, um die Ankunft der „Grande Amburgo“ zu erleben … und haben uns den nächsten Sonnenbrand abgeholt 🥵…

Dann um etwa 14:30 am Horizont die Silhouette eines größeren Schiffes – das muß sie sein. Sie war‘s … es ist kaum zu glauben, welch emotionale Bindung mit einem Wohnmobil entstehen kann, dabei haben wir bisher nur das Schiff gesehen, auf dem unser Chop-Chop sein soll. Vielleicht ist zum Sonnenbrand aber ganz einfach auch nur ein Sonnenstich dazu gekommen 😜.

Der Dampfer fährt in den Hafen, wir laufen hinterher. Dann legt er an … Moment! In der nächsten Querstrasse ist doch unser Appartement! Wir hin und auf die Dachterrasse. Ob ihr‘s glaubt oder nicht: aus dem Pool der Dachterrasse können wir bei der Entladung der „Grande Amburgo“ live zusehen – voll krass.

Entladung live von der Dachterrasse

Abends die Ernüchterung. Natalie kommt geknickt von einem letzten Gang zur Dachterrasse ohne eine Sichtung unseres Chop-Chop zurück. Sie ist sichtlich traurig … Sonnenstich halt 😂.

Achtung – neue Videos!

Warteschleife

Ich hatte es bereits im letzten Beitrag angedeutet – wir hängen weiter in der Warteschleife und warten auf unseren Chop-Chop. Jetzt haben wir es auch im Online-Auskunftssystem der Grimaldi Lines schwarz auf weiß – ETA (Estimated Time of Arrival – geschätzte Ankunftszeit) für Montevideo ist jetzt schon der 16.1. 🙁.

So langsam steigt die Ungeduld, zumal wir in dieser Woche alle Formalitäten erledigt haben und ENDLICH losfahren wollen! Aber nix da, der Dampfer steht noch in Paranagua / Brasilien etwa 1.500 km weiter nördlich im (letzten) Hafen, bevor er zur letzten Teilstrecke nach Montevideo aufbricht.

So langsam haben wir hier in Montevideo auch alles Sehenswerte durch. Das Wochenende werden wir inhaltlich noch gut gestalten können mit Besuch des Botanischen Gartens, Führung durch den Palacio Salvo und Anschauen einer Candombe-Aufführung.

Der Trommeltanz Candombe wird auch gerne auf Bildern verewigt …

Ursprünglich ist der Candombe eine folkloristische Tanzbewegungsform der Afro-Lateinamerikaner in Montevideo. Der Candombe in Uruguay wurde im September 2009 auf die repräsentative Liste der UNESCO aufgenommen und zählt somit zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Im Tango Argentino ist der Candombe gewissermaßen der Vorfahr der heutigen Tänze (Milonga, Tango und Vals), der besonders von den Afro-Lateinamerikanern in den Vororten, den „Arrabales“ getanzt wurde und wird.

Mate-Tee in allen Farben und Geschmäckern

Absolut typisch für Uruguay ist die Mate-Kultur, jeder Uru geht gefühlt zu jeder Zeit des Tages nicht ohne seine Mate-Tee-Ausrüstung aus dem Haus. Heißt: unter den Achseln eine (große) Kanne mit heißem Wasser. In einer Hand den typischen Mate-Becher und ggf. In der anderen Hand das Handy … letzteres ist jedoch nicht zwingend Bestandteil der Kultur sondern vielmehr des modernen Social-Media-Massenzwanges 😉.

Uru in typischer Grundhaltung mit Mate- und Handy-Bewaffnung

Roundup BA

BA – wie Buenos Aires umgangssprachlich genannt wird – hat uns in der vergangenen Woche fest in seinen Bann gezogen.

Nach kurzer Eingewöhnung haben wir uns gleich auf den Weg des Entdeckens gemacht und uns vom innersten Zentrum rund um die Kathedrale, der zentralen Plaza de Mayo mit der Casa Rosada und der Haupt-Fußgängerzone entlang der Calle Florida in die äußeren Innenstadtbezirke vorgearbeitet.

Im Norden, in Palermo und Recoleta sind wir eingetaucht in die Geschichte Argentiniens rund um das Kapitel Eva Peron, das uns sehr berührt hat, insbesondere im Rahmen der abendlichen Tango-Veranstaltung. In den Arbeitervierteln des Südens, San Telmo und vor allem La Boca, hingegen dreht sich viel um Fußball, Street-Art und Lebensfreude trotz harter Bedingungen.

Street-Art und Lebensfreude in La Boca

Was das Thema Sicherheit in einer lateinamerikanischen Großstadt mit 13 Mio. Einwohner und weit verbreiteter Armut angeht, so haben wir uns zu den Zeiten und an den Orten an denen wir uns bewegt haben, durchgehend sicher gefühlt. Dabei haben wir uns bzgl. Zeiten und Orte keinesfalls eingeschränkt. Das ich nachts nicht in unbekannten Vierteln herum laufe, gebietet der logische Menschenverstand. Ebenso, daß ich in touristisch weniger erschlossene urbane Gegenden eher mit dem Taxi als mit dem Bus fahre – wenn ich denn dort unbedingt hin muß.

Wir haben BA ins Herz geschlossen! Es war nicht so chaotisch, wie angenommen, trotz Ferienzeit nicht hoffnungslos überfüllt und man konnte auch in dieser Mega-Metropole immer wieder tolle grüne Oasen finden, wie das Naturreservat Puerto Madero oder der gleich hinter unserem Appartement liegende Park Centenario. Dies sind Orte der Ruhe, der Geselligkeit, der Entspannung, des Generationen übergreifenden Miteinanders und des Sports. Es war auffällig, wie familiär die Argentinier in Großfamilien und über viele Generationen hinweg zusammen leben – auch öffentlich. Das Leid der letzten Jahrzehnte hat die Menschen zusammengeschweißt und die Fürsorge füreinander sicher gefördert. Der einzelne wäre (und ist) wahrscheinlich untergegangen, der Zusammenhalt hat den Menschen Hoffnung gegeben und sie durch die schwere Zeit der Wirtschaftskrise gebracht … die im Übrigen noch nicht überwunden ist …

BA – wir kommen wieder!

Buenos Aires kleine Schwester

So wird Montevideo auch gerne genannt, vermutlich aber nur von den Porteños, den Einwohnern Buenos Aires 😂.

Süsslicher Duft liegt in der Luft, die Gebäude haben den morbiden Charme vergangener rumänischer Architektur aus der Zeit Ceaușescus und die Autofahrer sind überaus rücksichtsvoll und fahren höchst entspannt. Wo mag das sein? Richtig! Montevideo, die Hauptstadt Uruguays, dem liberalsten Land Südamerikas, was Drogenbesitz und -konsum anbelangt.

Da ist in Nordhorns Fussgängerzone definitiv mehr los …

Irgendwie passt Montevideo mit seinen oben genannten Attributen und der kontinentweit niedrigsten Kriminalitätsrate so gar nicht in das Bild einer lateinamerikanischen Großstadt. Das mag vielleicht daran liegen, daß Montevideo sich alle Mühe gibt, nicht wirklich als Großstadt wahrgenommen zu werden. Das tägliche Leben läuft hier so gemächlich ab, daß der Eindruck entsteht, man wäre in einer ländlichen Kleinstadt. Bei unserer heutigen 60-minütigen Busfahrt mit einem öffentlichen Bus bin ich sogar eingenickt, so bedächtig und ruhig lief die Fahrt ab.

Wäre da neben den ganzen braven Kindern nicht die freche kleine Tochter …

Läuft man durch die Fußgängerzone, die Rambla entlang oder durch den Mercado, steigt einem stetig süßlicher Haschisch-Geruch in die Nase. In der Tat hat Uruguay in Südamerika die mit Abstand liberalsten Drogengesetze. Wohl deshalb haben sich seit Jahrzehnten in den zahlreichen Kommunen entlang der Atlantikküste zahlreiche Hippie-Gemeinden entwickelt. Der Konsum von Drogen für den Eigenbedarf soll dabei wohl auch nicht auf Haschisch beschränkt sein. Der Drogenhandel hingegen wird mit ebenso drastischen Strafen sanktioniert, wie in vielen anderen Ländern des Kontinents, da gibt es keinerlei Abstriche.

Coffee-Shops wie in Amsterdam zieren die Gassen Montevideos

Was das Thema „Ankunft unseres Wohnmobils“ anbelangt, sind wir weiterhin in der Warteschleife und diese dehnt sich aus. War ursprünglich der 6.1. planmäßiger Ankunftstermin, wurden wir bereits Mitte Dezember mit dem 12.1. angefreundet. Kurz vor Abflug hieß es dann, am 14.1. wäre das Schiff sicher da. Mittlerweile und nach unseren Besuchen in den letzten Tagen bei unserer Hafenagentur und bei unserem Verzollungsagenten, sind wir erneut einen Tag weiter. Laut Hafenagentur ist eine Ankunft am 15.1. sicher, das Fahrzeug haben wir jedoch erst spätestens am 17.1. – securemente! Der Verzollungsagent hingegen meinte anschließend nur vielsagend … „Nichts ist sicher! Wir werden sehen, das Schiff ist noch nicht da …“

Ich befürchte, er weiß wovon er spricht 🙁

Pictures

Um eine doppelte Ablage zu vermeiden, die ja auch immer mit Aufwand verbunden ist, stellen wir hier auf der Webseite nur Bilder ein, die mit der Spiegelreflexkamera oder der ActionCam gemacht wurden, also eher Landschafts- und Objektaufnahmen. Fotos, die – wie oft in Städten und beim Sightseeing – mit dem Handy „geschossen“ wurden, landen social-media-konform direkt auf Polarsteps.

Wenn ihr demnach hier gegenwärtig noch nichts findet, liegt das daran, daß wir in Buenos Aires und Montevideo bisher lediglich mit dem Handy fotografiert haben und ihr diese Fotos folglich auf Polarsteps anschauen könnt … enjoy!

Anreise

Wie im gestrigen Video angeteasert, ist unsere Zeit in Argentinien temporär ausgesetzt, unsere Zeit in Buenos Aires hingegen für einige Monate. Wir kommen jedoch wieder, versprochen!

Zunächst richtet sich unser Blick aber nach vorne, Richtung Uruguay und seine Hauptstadt Montevideo. Morgen Vormittag bringt uns die ColoniaExpress-Fähre von Buenos Aires über den Rio de la Plata in die UNESCO-Welterbestadt Colonia del Sacramento. Von dort geht es anschließend mit dem Bus in einer 3-stündigen Fahrt weiter nach Montevideo, wo wir uns bis zum 12. Januar über AirBnB privat bei einer einheimischen Familie eingebucht haben. Schließlich müssen wir unsere Spanischkenntnisse ja voran bringen 😉.

Für das Ende der kommenden Woche ist Stand heute nämlich das von uns lang ersehnte Ereignis prognostiziert – die Ankunft von Chop-Chop nach 3,5 Wochen Atlantiküberquerung im Hafen von Montevideo … drückt mit uns gemeinsam die Daumen! 👍